PAAK
Präventionsorientierte Analyse Antisemitischer Kriminalität
Projektdaten
Laufzeit: 1.3.2026 – 31.5.2029
Mittelgeber: BMFTR, Förderlinie "Ursachen und Dynamiken des aktuellen Antisemitismus"
Verbundpartner:
- Prof. Dr. Cornelia Weins (Ruhr-Universität Bochum)
-
Dr. Robert Pelzer (TU Berlin)
Hintergrund
Antisemitische Straftaten und Angriffe haben nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 in Deutschland sprunghaft zugenommen. Eine empirische Wissensbasis für die Erklärung und damit Prävention von antisemitischen Straftaten fehlt bisher, insbesondere für die sekundäre (gefährdete Gruppen) und für die tertiäre Prävention.
Das Verbundvorhaben PAAK zielt auf die Gewinnung belastbarer empirischer Ergebnisse zu antisemitischen Straftaten und Täter/-innen in den Jahren 2022 bis 2025 und daraus resultierende Handlungsempfehlungen für zielgruppenspezifische Präventionsmaßnahmen.
Teilvorhaben Ruhr-Universität Bochum
Erscheinungsformen, Konstellationen und situative Bedingungen antisemitischer Straftaten 2022-2025
Im Teilvorhaben der Ruhr-Universität werden antisemitische Straftaten im Kontext des Nahost-Konfliktes und der rechtspopulistischen Mobilisierung der Bevölkerung quantitativ analysiert. Gemeinsam mit dem Verbundpartner der TU Berlin werden Handlungsempfehlungen für Präventionsmaßnahmen entwickelt.
Fokus: Unterschiedliche Erscheinungsformen antisemitischer Straftaten, deren situative Bedingungen und charakteristische Merkmale von Täter:innen.
Methodik: Prozessproduzierte Daten von Polizei und Justiz, zivilgesellschaftliche Sammlungen und Viktimisierungsbefragungen werden aufbereitet und statistisch ausgewertet.
Ziel: Identifikation von Tattypen als Grundlage für situative und sekundäre Präventionsmaßnahmen. Ergebnisse werden in Workshops mit Präventionsexpert:innen, zivilgesellschaftlichen Akteuren und staatlichen Stellen diskutiert, auf Fachtagungen präsentiert und in Fachzeitschriften publiziert.